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Katholische Landvolkbewegung in der Erzdiözese München und Freising Landkreis Dachau

Röhrmoos, September 2002

Gegen die Ausbeutung
Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt.
Ihr sagt:Wann ist das Neumondfest vorbei?
Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.

Beim Stolz Jakobs hat der Herr geschworen: Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen.

Amos 8, 4-7

 

Gegen die Ausbeutung
Hört dieses Wort, die ihr die Erde unbewohnbar macht Und Leben und Würde von Mensch und Tier mißachtet. Ihr sagt: Laßt uns einen Feiertag abschaffen. Wir wollen die Produktion steigern und mehr verkaufen. Und der Sonntag ist ein verlorener Tag. Wir wollen die Kaufhäuser öffnen, die Menschen mit Schnäppchen locken, ihnen Dinge verkaufen, die sie gar nicht brauchen und die Bilanzen fälschen. Wir wollen in den Kleinaktionären falsche Hoffnungen wecken, damit sie uns ihre Ersparnisse überlassen, wir verkaufen ihnen Sicherheit, die es nicht gibt. Sogar Abfall verarbeiten wir zu Lebensmitteln und verdienen damit viel Geld.

Gott ist bei denen, die sich wehren, die aufstehen gegen jede Art von Ausbeutung und Unterdrückung.

Amos 8, 4-7 heute

 

Liebe Mitglieder und Freunde,

vor 2700 Jahren hat der Prophet Amos die Zustände seiner Zeit gegeißelt. Man kann den Text ins Deutsche übersetzen und man kann ihn in unsere Zeit übertragen. Das Übersetzen aus der alten Sprache ist schwierig, das Übertragen in unsere Zeit aber ist gefährlich. Denn plötzlich muß man bekennen: Wie stehe ich zu meiner Zeit? Auch für den Amos war sein Bekenntnis zu seiner Zeit gefährlich, man hat ihn davongejagt.

Jeder wird natürlich seine Zeit aus seiner persönlichen Erfahrung heraus sehen und auch anders deuten, manches schwerer nehmen, manches weniger ernst sehen. Die Übertragung Amos heute soll eine Anregung sein, daß jeder aus seiner Erfahrung über unsere Zeit nachdenkt. Aber Vorsicht, nachdenken kann gefährlich sein, siehe Amos, und plötzlich eckt man an. Doch das haben biblische Texte so an sich. Sie sind nicht als fromme Jenseitsbetrachtung gemeint, sondern als Anruf in unser konkretes Leben hier und heute, da wo uns Gott hingestellt hat. Hier ist unsere Aufgabe, takräftig aufzustehen gegen Ausbeutung und Unterdrückung

Diese biblische Einleitung hat damit zu tun, daß das Jahr 2003 das Jahr der Bibel ist mit dem Motto Suchen und finden. Und so lautet auch das Rahmenthema der Arnbacher Gespräche 2003. Aber wir treffen uns schon vorher, hoffentlich. Denn wir haben uns für den Herbst schon einiges ausgedacht.

Führung durch den Markt Altomünster mit Brauereimuseum
Sonntag 27, Oktober 2002, 14.00 Uhr, Treffpunkt Marktbrunnen in Altomünster
Georg Huber, Altomünster Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung bei Anne Lachmann, Tel. 08137/92696
Ja und nach da Führung weads scho no a Brotzeit leidn, und a gmiatlichs Raischerl dazua.

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Wer gern zum Volkstanz geht, fia den sois gsogt sei:
Röhrmooser Kirtatanz
Samstag, 19. Oktober 2002, 20.00 Uhr im Gasthaus Brummer, Großinzemoos
Es spuit wieda de Aichacher Bauernmuse.
Wer kemma wui, sois song (Igelspacher, Tel. 08139/7985), mia reserviern dann an Tisch.

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Auch einen ganz anderen Tanzabend bieten wir an, der auch für Männer gemeint ist:
Meditativ und kreativ Tanzen
Tanzen ist ein wesentlicher Ausdruck menschlichen Lebens.
Im Tanzen bekommen Trauer und Freude, Konzentration und Phantasie, Kraft, Ruhe und nicht zuletzt Gemeinschaft eine Gestalt und werden lebendig. An diesem Abend wollen wir über das Experimentieren mit der eigenen Bewegung und den persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten einen Weg finden hin zu alt-tradierten und modernen Kreistänzen.
Bernadette Raischl, Tanztherapeutin, Dachau Freitag, 29. Nov. 2002, 19.00 Uhr, Pfarrheim Ampermoching, Beitrag 3 €

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Gleich am nächsten Tag, aber das ist ja alles nicht anstrengend, ist auch das Landvolk herzlich eingeladen zum Adventlichen Hoagarten
ins Pfarrheim Hebertshausen am Samstag, den 30. November, 20.00 Uhr
Siegfried und Maria Rückert haben für gute bairische Volksmusik gesorgt.
Anmeldung wär nicht schlecht (Igelspacher, Tel 08139/7985).

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Weil uns all die Jahre ein ruhiges adventliches Beisammensein so gut getan hat, freut Ihr Euch bestimmt auch heuer schon wieder darauf.
Einstimmung in den Advent "Heut schließt er wieder auf die Tür"
Freitag, 13. Dezember 2002, 19.30 Uhr, Kirche und Pfarrhaus in Pellheim
Wie in den letzten Jahren sind alle eingeladen, nach dem Gottesdienst bei den einfachen biblischen Zeichen von Brot und Wein (oder Saft) beisammen zu bleiben und auch im Gespräch zu einander zu finden.

Einen kurzen Blick ins Jahr 2003 möchten wir schon noch riskieren, obwohl wir im Großen und Ganzen auch nicht wissen, was es uns bringt. Aber was wir vom Landvolk bringen, da haben wir schon eine Vorstellung. Und da möchten wir Euch auf zwei Dinge ganz herzlich hin weisen: Auf die Arnbacher Gespräche 2003 - Suchen und finden. Sie leben davon, daß Ihr kommt. Merkt Euch bitte die Termine schon etwas vor, im einzelnen findet Ihr alles im beiliegenden Jahresprogramm. Wer beim Oasentag dabei sein möchte, bitte bald anmelden, die Plätze sind immer ziemlich schnell vergeben. Wir haben 24 Plätze. Anmeldung bei Inge Moosrainer, Tel. 08136/893285. Alles weitere ist ebenfalls aus dem Jahresprogramm zu lesen.

Natürlich gibt es wieder im Januar 2003 das Röhrmooser Faschingskranzl (mia genga Maschkara) und ebenfalls an den Montagen im Januar 2003 jeweils um 20.00 Uhr im Pfarrheim Hebertshausen wieder einen Volkstanzkurs, von Siegfried und Maria Rückert organisiert, für alle, die anfangen und dazu lernen wollen und a Freid ham an ara griabign Gsellschaft.

Jetzt wünschen wir uns halt einen guten Schwung, denn wer hinterm Ofen sitzt , der rostet; und wer unter die Leute geht, bleibt jung. Und wer zu den Leuten bei der Katholischen Landvolkbewegung geht, ist besonders gut aufgehoben.

Schaut auch gelegentlich wieder in die Internetseite der KLB (www.klb-dachau.de). Unser Schertl Hans hat sie hervorragend aufgebaut, die KLB Dachau hat damit schon von vielen Seiten Anerkennung erfahren und auch in der Presse Lob erhalten. Sie wird mit der Seite "Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau" vom Kreiskatholikenrat als Werbeträger eingesetzt für das bundesweite Pilotmodell: Tag der offenen Kirchen und Kapellen , das am Sonntag, 6. Oktober 2002 im ganzen Landkreis stattfindet. Fast alle Kirchen und Kapellen in unserm Landkreis sind an diesem Tag offen und um 17.00 Uhr ist überall eine Andacht. Wir präsentieren an diesem Tag am Petersberg unsere Internetseite. Vielleicht habt Ihr bei Eurem Kirchen- und Kapellenrundweg durch den Landkreis auch Zeit, uns am Petersberg zu besuchen.

Wir wünschen Euch sonnige Herbsttage, eine gesegnete Ernte Eurer Arbeit und freuen uns, wenn wir Euch begegnen.
Pfiad Eich God

Alois Igelspacher                                Käthe Kreitmair                                   Werner Götz