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Emmausgang 2015
am 6. April 2015  von Ziegelberg nach Aufhausen

    
1.Station: an der Kapelle in Ziegelberg

Infos über die Kapelle
 von Horst Lachmann

Geschichte
Der Bau einer Kapelle in Ziegelberg war bereits im Jahr 1732 (!) geplant, konnte aber durch den Tod des damaligen Initiators, Josef Bastian, nicht mehr verwirklicht werden.
Beginn des Baus am 4.6.1997, Fertigstellung im Frühjahr 1998. Ökumenische Einsegnung am 5. Juli 1998 durch die Pfarrer Michael Boja und Hans-Joachim Scharrer. Außenrenovierung August 2014. Die Kapelle wurde dem Schutz des Hl. Josef anvertraut, dem Patron der Familie und der Handwerker.
Baubeschreibung
Ziegelmauerwerk, mit freitragendem Dachstuhl, rückwärtigem Glockenhaus u. aufgesetztem Glockenturm in Leichtbauweise. Das große Buntglasfenster nach Südosten unterstützt die Atmosphäre im Raum mit warmem Licht.
Innenausstattung: Kruzifix von Josef Moos-reiner aus Petershausen (einzige Skulptur von ihm). Der 31. Todestag von Moosreiner war zu-fällig unser Einweihungstag. Restauriert von Anton Amorth. Kreuzweg von Cilia Amorth. Säu-len mit Holzkette, unter dem Kreuz, symbolisiert die Hoffnung auf eine künftige Einigung christ-licher Konfessionen.

Infos über den Kapellenbau-Verein: 1996 schloss sich der Verein zur Errichtung und Erhaltung einer Kapelle in Ziegelberg mit 15 Personen zusammen. Die Hauptverantwortlichen für die Planung und Durchführung waren die Familien: Amorth (verantwortlich für Planung, künstlerische und kreative Gestaltung), Ellenrieder (Architekt), Zipser (Organisator), Held (Landwirt und Grundstückseigentümer). Und viele freiwillige Helfer. Wir finanzierten den Bau nur durch Spenden. Es wurde immer nur solange gebaut, wie die finanziellen oder materiellen Mittel reichten. Mitgliederzahl: zum Beginn des Baus waren es 35. Heute, 2015, sind es 42 Mitglieder. Nutzung der Kapelle: 15 Uhr-Läuten am Samstag. Regelmäßiger Rosenkranz am 1. Sonntag im Monat von Mai bis Oktober. Jährliche Adventsfeiern. Jährlicher Gottesdienst für Wanderer (aus Feldmoching) Hochzeiten, Taufen, Jubiläen.

Beginn des Gottesdienstes mit Weggebet

Lied: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt

Wanderung zur ersten Station

1. Station
Am Marterl in Lindach

Text auf dem Stein:
" Zum christlichen Andenken an unseren lieben Sohn und Bruder Benno Reischl, Revierförster in H., geboren am 3.7.1920, welcher am 4.6.51 in Ausübung seines Berufes durch Mörderhand sein Leben lassen musste
u. dessen Bruder Bernhard Reischl Bauer von Lindach, der bei Waldarbeiten am 8.4.1975 im 63. Jahr tödlich verunglückte.

Kyrie:


2.Station: am Gedenkkreuz für Benno Reischl in Lindach

1. Gott, du bist ein Gott des Lebens und du willst, dass wir Menschen in deiner Schöpfung das Leben in Fülle haben.
Alle: Herr erbarme dich, erbarm dich unser, erbarme dich unserer Zeit
2. Angesichts der Gewalt um uns, kommen wir voller Ängste zu dir, wandle uns in der Tiefe unseres Herzens zu Menschen,
durch die dein Friede in unsere Welt getragen wird.

Alle: Herr erbarme dich, erbarm dich unser, erbarme dich unserer Zeit.
3. Viele Menschen kommen zu uns, sie sind auf der Flucht vor Krieg und Gewalt,müssen Familie und Heimat verlassen,
hilf uns ihnen Schwestern und Brüder zu sein
Alle: Herr erbarme dich, erbarm dich unser, erbarme dich unserer Zeit

Friedensgebet:

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe und Religionszugehörigkeit. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen.

Wanderung zur 2. Station Wegkreuz


2.Station: am Wegkreuz zwischen Lindach und Aufhausen

2. Station
am Wegkreuz zwischen Aufhausen und Lindach

Erster Teil des Evangeliums
nach Lukas 24,13-29

13 Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselben Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feld Wegs weit; des Name heißt Emmaus. 14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. 15 Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahte sich Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. 16 Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht kannten. 17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? 18 Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darin geschehen ist? 19 Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus von Nazareth, welcher war ein Prophet mächtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; (Matthäus 21.11) 20 wie ihn unsre Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuzigt. 21 Wir aber hofften, er sollte

Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass solches geschehen ist. (Apostelgeschichte 1.6) 22 Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern; die sind früh bei dem Grabe gewesen, 23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. 24 Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn sahen sie nicht. 25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben! 26 Musste nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? 27 Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. (5. Mose 18.15) (Psalm 22.1) (Jesaja 53.1) 28 Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hineingingen; und er stellte sich, als wollte er weiter gehen. 29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. 30 Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen.
   
Friedenstaube

Einige Sätze zur Friedenstaube, auf der in 12 Sprachen das Wort Frieden geschrieben steht.
(Verteilung der Friedenstaube an alle Teilnehmer)

 

Lied: "Herr gib uns deinen Frieden..."
danach schweigend weitergehen bis zur Kirche (ca. 300 m)

Eucharistiefeier in der Kirche

Lied: "Erde singe, dass es klinge…"

Zweiter Teil des Evangeliums
nach Lukas 24,30 - 35
Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. 32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? 33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren, 34 welche sprachen: Der HERR ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. (1. Korinther 15.4-5) 35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde an dem, da er das Brot brach.

Glaubensbekenntnis
Wir glauben an Gott
der auf dieser Welt viele Namen hat,
der für uns nicht begreiflich,
nicht verstehbar ist,
nach dem wir immer wieder suchen,
den wir aber in diesem Leben nie ganz besitzen werden,
der Macht hat über die ganze Welt,
der in Leid, Armut, Hunger und Krieg scheinbar nicht eingreift,
der uns aber einen Weg der Gerechtigkeit und des Friedens gezeigt hat:seinen Sohn Jesus Christus.
Wir glauben an Jesus Christus,
der die Menschen aus ihren Gewohnheiten aufrüttelte,
der sich der Minderheiten annahm,
der für Gerechtigkeit kämpfte, die Liebe lebte,
der durch seinen Tod unmissverständlich den Weg gegenüber Hass und Gewalt eröffnete.


Gottesdienst in St.Stephanus Aufhausen

Wir glauben an den unbegreiflichen Geist Gottes, den Jesus Christus in diese Welt gebracht hat.  
Wir glauben an alle Menschen, die in diesem Geist bis zum Äußersten gehen.
Wir glauben, dass dieser Geist nicht zum Scheitern verurteilt ist, dass dieser Geist der einzige Weg in die neue Welt der Gerechtigkeit und des Friedens ist.

Wir glauben, dass Vater, Sohn und Geist uns in die Welt zum Zeugnis und zum Dienst am Frieden senden. Amen

Gedanken zum Frieden

Dialog Mado, Alex und Frau,
Moderator Josef (Thema: Asyl, Fragen von Teilnehmern)

Fürbitten:
Lasst uns beten zu Gott und dem Vater aller Menschen, der allein die Welt zum Frieden führen kann:

• Wir leben in Frieden und schätzen ihn oft
  nicht hoch genug. Hilf uns, dass
  wir dieses Geschenk bewahren und es
  weiterschenken.
  Gott unser Vater, wir bitten dich, erhöre
  uns

• Für unsere Familien, für die Kinder, Eltern
  und Großeltern, dass es ihnen gelingt   füreinander offen zu sein, die Eigenheiten
  jedes Lebensalters zu achten und mit-
  einander in Frieden zu leben.
  Gott unser Vater: - Wir bitten dich,   erhöre uns


statt Predigt: Gespräch mit Flüchtlingen

• Jeder von uns erfährt immer wieder Hilfe durch andere. Gib allen Geduld, damit wir nie müde werden, einander Gutes zu
  tun und vergilt es unseren Wohltätern mit deiner Liebe.
 
Gott unser Vater: - Wir bitten dich, erhöre uns

• Für die Völker überall auf der Erde: Lass sie im Frieden miteinander leben
  Gott unser Vater: - Wir bitten dich, erhöre uns

• Für die Menschen in den Krisengebieten dieser Welt, für alle die aus ihrer Heimat geflohen sind und bei uns auf Asyl und
  Hilfe hoffen.Öffne unsere Augen, Herzen und Hände, dass wir ihnen das Leben ein wenig heller machen können
  
Gott unser Vater: - Wir bitten dich, erhöre uns

• Für unsere verstorbenen Angehörigen und für alle verstorbenen Mitglieder der KLB. Heute bitten wir auch besonders für die
  Todesopfer der Flugzeugkatastrophe und für die Todesopfer in der Universität in Garissa in Kenia. Nimm du sie in dein Reich
  und schenke ihnen die ewige Freude bei dir.
 
Gott unser Vater: - Wir bitten dich, erhöre uns

Beschenke auch uns, wie damals die Jünger von Emmaus mit neuer Kraft und Freude und lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens. Amen

Lied: "Gib uns Frieden jeden Tag…"

Friedensgruß

 

Vater unser

Kommunionausteilung

Lied: "Vergiss nicht zu danken…"

Friedensgebet

• Wenn du versuchst, so zu leben,wie Gott dich gemeint hat,wenn du dein ursprüngliches Bild in dieser Welt sichtbar werden lässt,dann trägst du dazu bei, dass diese Welt heller und heiler wird.

• Wenn wir miteinander so leben,wie Gott es uns zutraut, dann werden wir immer mehr die Nacht dieser Welt erleuchten und zu Licht-trägern der Hoffnung, zu Hoffnungssternen werden.

• Dort wo du lebst, leuchtet dann mitten in der Nacht ein Stern, auch wenn er noch so klein ist. Aber dieser eine Stern verwandelt die Nacht.

Anselm Grün


Spontan gegründete Singgruppe Aufhausen

Segen:
Wo immer ihr etwas tut für Ausgleich,seid ihr gesegnet
Wo immer ihr etwas tragt und ertragt für Aussöhnung und Verständigung seid ihr gesegnet
Wo immer ihr euch von Herzen für den Frieden einsetzt,seid ihr gesegnet

Im Namen des Vaters…

Lied: "Alle Knospen springen auf…"


Gemütliches Beisammensein im Gasthaus Langenegger in Aufhausen

Bilder: Hans Schertl

... Berichte über frühere Emmausgänge