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Ausflug nach Pfaffenhofen/Ilm am 18.3.2026
Vortrag von Hans Hipp über Votivgaben und Mirakelbücher

In der Wallfahrtskirche Niederscheyern, einer Marienwallfahrtsstätte, haben viele Gläubige, vor allem in persönlichen Notzeiten Hilfe und Unterstützung durch die Muttergottes gesucht. Das galt vor allem bei schweren Krankheiten und Unglücksfällen.
Ein große Zahl der Menschen hat diese Unterstützung nach Anrufung der Muttergottes von Niederscheyern auch verspürt. Zum Zeichen der Dankbarkeit wallfahrteten sie nach der Heilung oder Errettung nach Niederscheyern, um sich bei Maria zu bedanken. Es war Brauch, eine Wachsfigur mitzubringen, die möglichst einen Bezug zum Hilferuf hatte.
Diese Wachsfiguren wurden u.a. bei der Lebzelterei und Wachszieherei Hipp in Pfaffenhofen hergestellt.
Hans Hipp zeigte uns die kunstvoll gestochenen Model, die Formen aus Holz, die jahrhundertelang den Lebzeltern besonders in Altbayern zum Ausgießen mit Bienenwachs zu Votivgaben dienten. Die Familie Hipp besitzt eine der umfangreichsten Dokumentationen wächserner Votivgaben der altbayerischen Wachszieher.


Neben der Opferung von Wachsmodellen war es Brauch, seine Heilungsgeschichte in das Mirakelbuch des Wallfahrtsorts eintragen zu lassen. Diese Mirakelbücher waren für den Wallfahrtsort eine wichtige Bestätigung für ihr Bestehen und für ihr segensreiches Wirken. Die zehn wertvollen Mirakelbücher von Niederscheyern befinden sich heute im Archiv des Klosters Scheyern. Hans Hipp ist einer der wenigen, der die Bücher mit Unterstützung durch Pater Franz lesen und auswerten konnte.
Bei seinem Vortrag brachte er zur Freude der Zuhörer die interessantesten Einträge der Mirakelbücher zu Gehör.

Nach dem Vortrag konnten wir im dazugehörigen Café Hipp die reiche Kuchen- und Tortenauswahl genießen.


Bild und Text
: Hans Schertl