Arnbacher Gespräche Übersicht                          Arnbacher Gespräche 2013 


Jahresthema 2013:
Demokratie das sind wir alle
Ankündigung in der Presse



Pressemitteilung

zum Start der 28. Arnbacher Gespräche 2013

I.

28. Arnbacher Gespräche der Katholischen Landvolkbewegung
"Demokratie das sind wir alle"

Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Landkreis Dachau lädt heuer zu den 28. Arnbacher Gesprächen ein. "Demokratie das sind wir alle" lautet das Rahmenthema. Wer solch ein Thema wählt, sieht vermutlich Defizite im Demokratieverständnis in unserer Gesellschaft. Jedenfalls hat die KLB gemeinsam mit dem Dachauer Forum dieses Thema zum Jahresschwerpunkt gewählt. Auch in den Arnbacher Gesprächen soll dieser Jahresschwerpunkt aus verschiedenen Blickwinkeln behandelt werden. Also werden dort drei Referenten mit den Teilnehmern über Demokratie reden und dabei die Aspekte Kirche, Medien und direkte Demokratie aufgreifen. Sowohl die Auswahl der Themen als auch der Referenten versprechen interessante Informationen und spannende Gespräche.

Der erste Abend der 28. Arnbacher Gespräche beginnt mit dem Thema "Kirche und Demokratie(n)". Als Referenten konnte der Generalvikar der Erzbistums München und Freising gewonnen werden. Prof. Dr. Peter Beer ist der Vertreter von Kardinal Marx.
In dieser Funktion ist er täglich mit dem Einsatz von hauptamtlichen Mitarbeitern und mit der Mitwirkung der Laien befasst. Als langjähriger früherer Leiter des katholischen Büros war er das Bindeglied zwischen Kirche und Staat. Auch aus dieser Sicht kann er das Verhältnis von demokratischem Staat und Kirche beleuchten. Die Menschen erleben in ihrem Alltag demokratische Verhältnisse und müssen demokratische Verhaltensweisen praktizieren, wenn sie in ihrem Leben nicht scheitern wollen. Diese Erfahrung übertragen sie auch auf die Kirche und suchen dort demokratische Strukturen. Der Generalvikar wird die Position der Kirche darstellen und im Gespräch aufgreifen, wo und in welchen Umfang eine verantwortungsvolle Beteiligung der Kirchenmitglieder notwendig und möglich ist. Zudem gibt die Rückschau auf das zweite vatikanische Konzil vor 50 Jahren den Impuls, auf die Mitwirkung der Laien im Kirchenalltag zu schauen. Der erste Gesprächsabend findet am Dienstag, 22.01.2013 im Bildungshaus am Petersberg statt, anders als bei den folgenden Gesprächsabenden. Dort besteht auch die Möglichkeit vor dem Vortrag ein Abendessen einzunehmen und dabei schon den ersten Kontakt mit dem Referenten zu finden. Das Essen beginnt um 18.00 Uhr, kostet 8,50 und um Anmeldung unter 08138 9313 0 wird gebeten. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr.

Den zweiten Abend bestreitet Gabriele Goderbauer-Marchner mit dem Thema "Medien und Demokratie". Sie ist Professorin an der Universität der Bundeswehr München und hat früher schon praktische Erfahrung als Journalistin an einer Tageszeitung gesammelt. In ihrem Vortrag befasst sie vor allem mit den geänderten Rahmenbedingungen für Demokratie durch die Digitalisierung. Soziale Netzwerke verändern die Mediennutzung durch die Bürger und dies schlägt sich auch auf das Verhältnis und die Einstellung der Bürger zur Demokratie nieder. Medien werden Mitmach-Medien. Demokratie als repräsentative Demokratie wird immer mehr verstanden als Demokratie der direkten Art. Auch die Politiker nutzen die Medien. Am Beispiel von Obama oder Angela Merkel wird die Referentin aufzeigen, dass auch diese ihren Wahlkampf ohne mediale Eigennutzung nicht mehr realisieren. Schließlich wird der Frage nachgegangen, ob Menschen, die moderne Medien nicht nutzen, von der Politikkommunikation abgehängt und vergessen werden? Der Gesprächsabend mit Gabriele Goderbauer-Marchner findet am Dienstag, 19.02.2013, 19.30 Uhr wieder wie gewohnt im Pfarrhof Arnbach statt.

Am drittem Gesprächsabend spricht Sebastian Frankenberger über das Thema "Direkte Demokratie Möglichkeiten und Grenzen". Frankenberger ist vor allem bekannt geworden als Initiator des Volksentscheides für den Nichtraucherschutz. Das ihm gegenüber ausgesprochene Hausverbot einiger bayerischer Wirte gibt immer wieder Gelegenheit über unser Demokratieverständnis zu diskutieren. Der Referent spricht sich aus für mehr Bürgerbeteiligung und die Stärkung der Demokratie. Das Grundgesetzes legt fest: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus." Das bedeutet, Bürgerinnen und Bürger dürfen über sämtliche Belange mitbestimmen. Zwar gibt es schon die Möglichkeiten der Bürgerentscheide auf kommunaler Ebene und die Volksentscheide auf Länderebene, das ist aber noch nicht genug. Es muss endlich bundesweite Volksentscheide geben, um Demokratie zu stärken. Nur so können sich die Bürgerinnen und Bürger mit unserer Staatsform identifizieren und sie stärken, meint Frankenberger. Auch wird er die frühzeitige Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern bei der Planung von wie Projekten wie "Stuttgart 21" diskutieren. Der Gesprächsabend mit Frankenberger findet am Donnerstag, 28.02.2013, 19.30 Uhr im Pfarrhof Arnbach statt. Für die Teilnahme an den Vorträgen mit anschließendem Gespräch wird ein Teilnehmerbeitrag von je 4 erbeten.

 

28. Arnbacher Gespräche 2013
Demokratie - das sind wir alle

Kirche und Demokratie(n)
Dienstag, 22. Januar 2013, 18.00 Uhr Gelegenheit zum Abendessen 19.30 Uhr
Vortrag mit anschl. Gespräch KLVHS Petersberg,
Unteres Haus, Bischof-Neuhäusler-Saal
Prof. Dr. Dr. Beer, Generalvikar, erzbischöfliches Ordinariat München
Anmeldung ist wegen des Abendessens erforderlich: KLVHS Petersberg 08138 9313-0

Medien und Demokratie
Dienstag, 19. Februar 2013, 19.30 Uhr, Pfarrhof Arnbach
Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, Universität der Bundeswehr

Direkte Demokratie Möglichkeiten und Grenzen
Donnerstag, 28. Februar 2013, 19.30 Uhr, Pfarrhof Arnbach
Sebastian Frankenberger, Passau

Der Teilnehmerbeitrag je Abend der Arnbacher Gespräche beträgt 4 , am 22.01.13 soweit gewünscht zusätzlich 8,50 für Abendessen.


Verantwortlich für den Pressetext: Werner Götz, Vierkirchen


Bericht über den 1.Abend
Bericht über den 2.Abend
Bericht über den 3.Abend