Arnbacher Gespräche Übersicht                          Arnbacher Gespräche 2001

Jahresthema 2001:
Alles hat seine Zeit
Ankündigung in der Presse



Pressegespräch am Freitag, 12.1.2001 im Haus Petersberg
mit den Mitgliedern des Kreisvorstands der KLB Werner Götz, Alois Igelspacher


Bericht des Münchner Merkur Bericht der Süddeutschen Zeitung Presserklärung der KLB

Katholische Landvolkbewegung stellt Inhalt der Arnbacher Gespräche vor
Trotz viel Freizeit wenig Zeit

Bericht des Münchner Merkurs

Dachau/Petersberg /Arnbach (ti) - Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) ist seit 16 Jahren ein wichtiger Träger der Erwachsenenbildung im Land um Amper und Glonn. Darüber hinaus bekannt geworden ist die Dachauer Organisation insbesondere durch die ,,Arnbacher Gespräche", mittlerweile ein Gütezeichen der Erwachsenenbildung.

Drei Themen sind es jedes Jahr, in denen aktuelle gesellschaftspolitische Fragen der Gegenwart angesprochen und von namhaften Referenten vor einem aufgeschlossenen und teilweise auch fachkompetenten Publikum behandelt werden.

Diesmal geht es um die ,Zeit".

"Wir haben viel Freizeit und doch wenig Zeit. Wie füllen wir unsere Zeit aus und wie steuert uns der Zeittakt ? Je mehr wir die Zeit festhalten wollen, umso mehr läuft sie uns davon.

Wenn wir über die Zeit als eine zentrale Frage in unserem Leben nachdenken, fällt uns ein Wort des Propheten Kohelet ein: Alles hat seine Zeit". So rühren die Dachauer KLB-Vorstandsmitglieder Dr. Alois Igelspacher und Werner Götz in das heurige Thema der ,Arnbacher Gespräche' ein.

Der erste Abend findet am Dienstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr im Pfarrhof Arnbach statt. ,,Atemholen zum Leben: Sabbat - Tag der Ruhe, Tag der Heiligkeit", damit werden sich die Anwesenden auseinandersetzen mit Rabbiner Steven E. Langnas von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Die verschiedenen Aspekte des jüdischen Sabbat, der heute noch zentrale Bedeutung hat, werden eingehend angesprochen unter Einbindung der Besucher.

Am zweiten Abend, Donnerstag, 15. Februar, um 19.30 Uhr referiert im Pfarrhof zu Arnbach Professor Dr. Karlheinz A. Geißler von der Bundeswehr-Universität Neubiberg zum Thema ,,Vom Tempo der Welt - Immer schneller! Immer besser"? Was tut der Mensch mit der durch Tempo ständig sich steigernden gewonnenen Zeit? Verliert die Uhrzeit ihr Monopol als Zeitmaß für Leben und Arbeit? Kann es künftig überhaupt noch eine Pünktlichkeitsmoral geben, und werden verschiedene Zeiten nebeneinander existieren? Solche Fragen sollen hinterfragt werden. "Zeit schenken, Zeit verschwenden -

Mein Umgang mit der Zeit" heißt das Thema des dritten Abends am Mittwoch, 7. März, um 19.30 Uhr mit Dr. Hubert Klingenberg vom Domberg Freising. "Habe ich Zeit oder hat die Zeit mich?" so oder ähnlich fragen die Menschen sich immer öfter. Gemeint sind Zeitdruck und Zeitnot, die unser Leben zunehmend beherrschen. Die Menschen sollten sich wieder auf den persönlichen Umgang mit der Zeit besinnen; denn "wer Zeit schenkt" wird sie auch wieder finden" heißt es weise. "Auf keinen Fall wird der dritte Abend ein Zeitmanagement-Seminar werden, sondern anregen, mit der Zeit sinnvoll umzugehen", betonten die Veranstalter. Die anregende Atmosphäre dieser Gespräche sollen ein interessiertes Publikum in den idyllisch gelegenen Ort bei Schwabhausen locken.

Münchner Merkur (Dachauer Nachrichten) vom 16.1.2001

 


"Alles hat seine Zeit"- auch heute
Thema der ,,Arnbacher Gespräche" / Rabbiner spricht über den Sabbat

Petersberg ,,Alles hat seine Zeit" heißt das Motto der diesjährigen "Arnbacher Gespräche". Der Kreisverband der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) sieht darin ein aktuelles Thema, das er mit kompetenten Gesprächspartnern diskutieren will, weil es viele Menschen beschäftigt: "Jeder spürt selber, wie es bei ihm mit der Zeit steht", sagte Kreisvorsitzender Alois Igelspacher bei einem Pressegespräch im Tagungshaus am Petersberg.

Seit 16 Jahren widmet sich die KLB mit dem Veranstalter Dachauer Forum in den renommierten ,,Arnbacher Gesprächen" aktuellen Fragen. Das Wort ,,Alles hat seine Zeit" ist abgeleitet aus dem Buch Kohelet im Alten Testament.

Auf den biblischen Ursprung der Zeiteinteilung führt der erste Gesprächsabend mit Rabbiner Steven Langnas von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern zurück. Der Rabbiner wird am Dienstag, 30. Januar, über den jüdischen Sabbat sprechen (,,Atemholen zum Leben: Sabbat - Tag der Ruhe, Tag der Heiligkeit").

Bedeutet mehr Tempo auch mehr Zeit, fragt Professor Karl-Heinz Geißler von der Universität der Bundeswehr in Neubiberg am Donnerstag, 15. Februar (,,Vom Tempo der Welt - Immer schneller! Immer besser?"). ,,Wir sind am Ende der Uhrzeit angekommen, schneller geht es nicht mehr. .", diese und andere Thesen wird der Professor in Arnbach vorstellen.

Dem Umgang des modernen Mensch mit seiner Zeit geht Hubert Klingenberger vom Kardinal-Döpfner-Haus Freising am Mittwoch, 7. März, nach. "Wir machen kein Zeitmanagement-Seminar", sagt Werner Götz, stellvertretender KLB-Vorsitzender, zum Thema der dritten Veranstaltung. Hubert Klingenberger geht es vielmehr um den bewussten Umgang mit diesem heute so wichtigen Kapital ("Zeit schenken, Zeit verschwenden - Mein Umgang mit der Zeit").

Die "Arnbacher Gespräche" sind nur ein Teil der Veranstaltungen, die demnächst im Landkreis zum Thema ,,Zeit" angeboten werden. Die KLB selbst gestaltet dazu am Freitag, 30. März, um 19.30 Uhr noch einen Bußgottesdienst.
Im Franziskuswerk Schönbrunn ist vom 23. April bis 20. Mai eine Ausstellung unter dem Titel ,,Alles hat seine Zeit" zu sehen.

Die "Arnbacher Gespräche" im Pfarrhof des Schwabhauser Ortsteils beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Mark.

Süddeutsche Zeitung, Dachauer Neueste vom 16.1.2001


Presseerklärung der KLB

Wir haben viel Freizeit und doch wenig Zeit. Wie füllen wir unsere Zeit aus und wie steuert uns der Zeittakt? Je mehr wir die Zeit festhalten wollen, umso mehr läuft sie uns davon. Wenn wir über die Zeit als eine zentrale Frage in unserem Leben nachdenken, füllt uns ein Wort des Propheten Kohelet ein.

Alles hat seine Zeit
Es ist das heurige Thema der Arnbacher Gespräche

1.Abend am Dienstag, 30.Januar 2001 um 19.30 Uhr im Pfarrhof Arnbach Atemholen zum Leben: Sabbat- Tag der Ruhe, Tag der Heiligkeit mit Rabbiner Steven E. Langnas von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Seit Jahrtausenden ist die Woche in sieben Tage eingeteilt, einer ist der Tag der Ruhe, der Sonntag. Was bedeutet uns der Sonntag wirklich? Ist er nur eine Störung von Produktion und Verkauf oder ist er Anlas zum Freizeitstress? Wir schlagen vor, uns auf die Wurzeln des Sonntags zu besinnen, auf den Sabbat, wie er im Glauben des Volkes Israel entstanden ist, wie er von dem Juden Jesus heilig gehalten wurde und wie er heute noch von gläubigen Juden gelebt wird. ,,Sechs Tage schaffe und tue all dein Werk, und der siebte Tag ist Sabbat, er gehört dem Ewigen, deinem Gott". Für Juden und Nichtjuden, die den Sabbat von außen sehen, mag er einschränkend erscheinen. Aber von innen heraus gelebt, ist er genau das Gegenteil. Er ist ein Tag friedlicher Ruhe, innerer Freude und seelischer Hochstimmung, begleitet von Gesang und Fröhlichkeit. Rabbiner Langnas wird mit uns über die verschiedenen Aspekte des Jüdischen Sabbat sprechen.

 

2.Abend am Donnerstag, 15.Februar 2001 um 19.30 Uhr im Pfarrhof Arnbach Vom Tempo der Weit - Immer schneller! Immer besser? mit Prof Dr. Karlheinz A. Geißler, Universität der Bundeswehr, Neubiberg

Vor mehr als 500 Jahren haben die Uhren ihren Siegeszug angetreten. Ohne die mechanischen Zeitmesser gäbe es die moderne Zeit nicht. Uhren beschleunigen fast alle Lebensbereiche, sie machen Leben kontrollierbar und messbar. Wir sind am Ende der Uhrzeit angekommen, schneller geht es nicht mehr: das wichtigste Wirtschaftsgut, die Informationen werden mit Lichtgeschwindigkeit transportiert und sind immer sofort zur Verfügung. Verliert die Uhrzeit ihr Monopol als Zeitmaß für Leben und Arbeit? Die uns anerzogene Pünktlichkeitsmoral wird sich auflösen, weil vieles ,,gleichzeitig" sein wird und nicht mehr nacheinander. In der Zukunft wird es viele Zeiten und auch mehrere Zeitordnungen nebeneinander geben. Doch Prof Geißler macht uns keine Illusionen: auch dies wird uns leider nicht vom Zeitdruck befreien, auch wenn wir es uns so sehnlich erwarten.

3.Abend am Mittwoch, 7.März 2001 um 19.30 Uhr im Pfarrhof Arnbach Zeit schenken, Zeit verschwenden - Mein Umgang mit der Zeit mit Dr. Hubert Klingenberger, Domberg Freising

,,Habe ich Zeit oder hat die Zeit mich?" so oder so ähnlich fragen sich die Menschen heute immer öfter. Zeitdruck und Zeitnot bestimmen unser Leben und unseren Umgang miteinander. Der Blick auf die Rhythmen und Rituale des Alltags kann helfen, die verlorene Zeit wieder zu finden. Die zeitliche Ordnung im Alltag wieder herzustellen, kann dem Leben wieder Sinn und Orientierung geben - für den einzelnen Menschen, aber auch für Paare und Familien. Wer Zeit für Sinnloses verschwendet, wird am Ende leer dastehen. Wer Zeit schenkt, wird sie auch wieder finden. Dr. Klingenberger möchte uns mit diesen Überlegungen auffordern, unserem persönlichen Umgang mit der Zeit, die jedem von uns geschenkt ist, nachzugehen

 

Auch der Bußgottesdienst der Katholischen Landvolkbewegung am Freitag, 30.März 2001 in der Basilika am Petersberg wird Gedanken zum Thema Zeit bringen. Musikalisch begleitet wird er vom Jugendchor St.Peter, Dachau.

 

Schon jetzt weisen wir darauf hin, dass es in Schönbrunn eine Ausstellung zum Thema "Alles hat seine Zeit" geben wird, und zwar vom 23 April bis 21 .Mai 2001.


 

II.

Die Katholische Landvolkbewegung setzt sich weiterhin ganz massiv für die Regionalvermarktung ein und freut sich, dass durch den Einsatz des Dachauer Forum Bewegung in die Sache gekommen ist. Die Solidargemeinschaft Dachauer Land ist gegründet und überall im Landkreis gibt es Dachauer Landbrot zu kaufen. Wir werben ganz nachhaltig bei der Landkreisbevölkerung für regionales Selbstbewusstsein, für unsere regionale Landwirtschaft und unsere regionalen Handwerker und Einzelhändler, natürlich auch für den Ab-Hof-Verkauf Wir vermeiden damit Verkehr, schonen die Natur und stärken unseren heimatlichen Lebensraum. Das sollte uns schon ein paar Zehnerl wert sein, die die Dachauer Land Produkte vielleicht teuerer sind. Wir sollten das Dachauer Landbrot auch als Zeichen dafür verstehen, dass wir darüber nachdenken, was wir mit unserem Einkauf auslösen: mit jedem Geldschein, den wir ausgeben, bestimmen wir, wie die Wirtschaft funktioniert, umweltverträglich, sozial gerecht oder. .


 

III.

Die Katholische Landvolkbewegung im Landkreis Dachau hat sich - wie viele andere Katholiken- nachdrücklich dafür ausgesprochen, dass die Kirche im System der Schwangerenberatung mit Beratungsschein verbleibt und dazu auch an den Münchner Kardinal geschrieben. Leider hat sich innerhalb der kirchlichen Hierarchien kein Weg finden lassen. Doch wir Laien sind dadurch nicht davon befreit, selbst nachzudenken. Wir müssen vor unserem eigenen Gewissen bestehen. Deshalb unterstützen wir Donum Vitae. Wir meinen, dass Donum Vitae eine Chance fürs Leben bedeutet.

Bericht über den 1.Abend
Bericht über den 2.Abend
Bericht über den 3.Abend